Transitus Liturgie am 3. Oktober
Jedes Jahr haben die Franziskaner von Marienthal den sogenannten „Transitus“, eine besondere Form der Liturgie begangen. In der franziskanischen Tradition ist es die feierliche Erinnerung an die Nacht vom 3. auf den 4. Oktober 1226, in der Franziskus von Assisi starb. Im Jahr 2026 jährt sich dieser Tag zum 800. Mal. Auch wenn das Kloster am 15. August von den Franziskanern aufgegeben worden ist, so will der Laienorden der franziskanischen Familie (OFS) diesen Festtag noch einmal begehen. Dies geschieht vor allem auch aus Respekt vor den Brüdern, die über 153 Jahre lang den Dienst am Wallfahrtsort versehen haben. Beginn der Feierlichkeit ist 18 Uhr in der Wallfahrtskirche. Davor gibt es im Pilgersaal um 15 Uhr 30 Kaffee und Kuchen sowie eine Einführung in Meditativen Tanz. Am Sonntag, 4. Oktober, ist das eigentliche Hochfest des Heiligen Franziskus. Die Heilige Messe um 11 Uhr hält Domkapitular Dr. Franz-Rudolf Weinert aus Mainz.
Zu Besuch an Kirchweih
Zufallsbegegnung mit zwei Vinzentiner-Patres
Man könnte es durchaus als gutes Omen werten, dass ausgerechnet am Tag der Kirchweih der Wallfahrtskirche Marienthal zwei Vinzentiner auf der Durchreise von Siegburg nach Berlin dem Wallfahrtsort am Dienstag dieser Woche einen Besuch abstatteten. Denn am 8. September 1330 war die Kirche von Bischof Balduin zu Trier erstmals geweiht worden. Aber auch zur Neueinweihung nach dem Wiederaufbau hat man den 8. September 1858 zur Wiedereinweihung gewählt. Denn es ist der Festtag „Mariä Geburt“.
HR-Bericht über Rheingau-Wallfahrt
Die Rheingau-Wallfahrt – früher auch als Bezirkswallfahrt bezeichnet - führt die Pfarreien Heilig Kreuz Rheingau und St. Peter und Paul Eltville mit den Gläubigen der angeschlossenen Kirchorte jährlich am ersten Sonntag im September zum Kloster Marienthal.

So auch in diesem Jahr, wobei die Wallfahrt unter neuen Vorzeichen stand. Denn am 15. August haben die Franziskaner, die 153 Jahre lang den Ort betreuten, das Kloster verlassen. Einzig Pater Quardian Paul Waldmüller war als Konzelebrant noch zugegen, als Weihbischof Dr. Thomas Löhr den Gläubigen auf dem Pilgerplatz noch einmal deutlich machte, dass trotz dieses Abschieds die Wallfahrt an diesem Ort weitergehe.
Ehrenamtliche Helfer gesucht
Am letzten Sonntag bei der "ersten Messe der neuen Zeitrechnung" am Wallfahrtsort Marienthal hat Pfarrer Marcus Fischer einen Aufruf zur ehrenamtlichen Mitarbeit gestartet.
Dabei geht es zum einen um den Kirchen-Schließdienst (morgens auf - abends zu) mit völlig flexibler Teilnahme,
selbst wenn man nur einmal in der Woche Zeit hat. Natürlich ist das Engagement absolut freiwillig.
Der Dienst würde erstmal nur bis 1. Advent eingeteilt, weil dann die Vinzentiner die Verantwortung übernehmen.
Außerdem geht es um die Mithilfe in der Sakristei (diverse Aufgaben). Auch hier ist die Hilfe erst einmal bis zum 1. Advent befristet.
Für beide Dienste ist keinerlei besondere kirchliche Qualifikation oder Vorbildung nötig.
Unverbindliche Meldungen nimmt die Pfarrei Heilig Kreuz Rheingau in Geisenheim (Tel.: 06722-750 740 ) entgegen.
Eintragung ins Vereinsregister
Beim Amtsgericht Wiesbaden ist am 12. August 2026 auf dem Registerblatt VR 7777 die Eintragung des „Vereins der Freunde und Förderer des Wallfahrtsortes Marienthal im Rheingau e.V.“ erfolgt. Das wurde dem Verein mit Schreiben vom 25. August nun offiziell mitgeteilt.
Als vertretungsberechtigt eingetragen wurden Dr. Christopher Klein als Vorsitzender und Michael Gamisch als sein Stellvertreter.
Jetzt braucht der Verein noch die Anerkennung der Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt. Den Freistellungsbescheid benötigt man auch gegenüber der Bank zur Kontoeröffnung. Dann kann die eigentliche Aufnahme der Arbeit erfolgen und die bereits 74 registrierten Mitglieder können offiziell aufgenommen werden.
Abschied vor großer Kulisse
Weihbischof Löhr predigt vor hunderten Pilgern in Marienthal
Am 15. August feiert die römisch-katholische Kirche das Hochfest Mariä Himmelfahrt bzw. Mariä Aufnahme in den Himmel. Auch für den Wallfahrtsort Marienthal ist das ein Hochfest. Diesmal stand der Tag aber unter besonderen Vorzeichen. Es galt nicht nur den Feiertag zu begehen, sondern gleichzeitig die Franziskaner zu verabschieden, die über 153 Jahre an diesem Ort die Wallfahrer betreut haben.





